Microsoft fördert seinen Webstandard für Echtzeitkommunikation

Multimediadaten in Echtzeit auszutauschen, diese Fähigkeit sollen die Web-Browser der Zukunft haben. Das W3C arbeitet dazu an dem Standard WebRTC, von dem Chrome und Firefox bereits Teile integriert haben. Im August 2012 legte Microsoft einen Gegenentwurf vor und zeigt jetzt erstmals einen Prototypen für sein Protokoll.

Für ein Remake der Browser-Kriege des vergangenen Jahrhunderts dürften die Meinungsverschiedenheiten zwischen Microsoft und W3C jedoch nicht reichen. Denn das große Ziel ist das Gleiche: Browser sollen Video- und Audiodaten in Echtzeit ohne Plug-ins senden oder empfangen können. Während sich das W3C auf die direkte Brower-zu-Browser-Kommunikation konzentriert, hält der Softwarekonzern den Austausch mit beliebigen Multimediafähigen Systemen für wichtig.
WebRTC setzt bisher auf die Protokolle SIP (Session Initiation Protocol) und SDP (Session Description Protocol),  jedoch sind hier noch viele Fragen offen und Microsoft kritisiert diesen Ausgangspunkt: Die Technik sei nicht geeignet, mit VoiP-Geräten (Voice-over-IP-Technik) hinter Firewalls oder über diverse Router hinweg zu funktionieren. Zudem seien die Protokolle nicht zustandslos.

Microsofts CU-RTC-Web (Customizable, Ubiquitous Real-Time Communication over the Web) setzt hingegen auf RTP (Real-Time Transport Protocol) und RTCP (Real-Time Connection Protocol). Das an HTTP orientierte SIP wiederum bedient sich ebenfalls dieser beiden Protokolle. Bislang lässt sich jedoch mit dem vom W3C vorgesehenen SDP keine Verbindung aufbauen, die mehrere Streams über denselben Kanal überträgt.

Laut Microsoft füge sich CU-RTC-Web besser in die üblichen Web-Protokolle ein, da es zustandslos sei: Kein Kommunikationsteilnehmer müsse sich merken, was der andere getan habe oder gerade erwarte. Außerdem ermögliche es der Anwendung, auf sich ändernde Bandbreiten zu reagieren.

So könne sie sich für die bevorzugte Übertragung von Video- oder Audiodaten entscheiden oder schlicht auf eine höhere Übertragungsleistung warten. Mit SIP/SDP ist dies aber nicht möglich, da SDP alle Parameter für die gesamte Session oder den kompletten Stream festlegt. Anders als SDP will Microsofts Vorschlag viele Details nicht dem Protokoll, sondern den Anwendungen überlassen.



Payback-App: über eine Million Downloads

Die App des Couponing-Systems Payback erfreut sich großer Beliebtheit: Bereits mehr als eine Million Kunden haben sich die App mittlerweile heruntergeladen. Neben den Partnerunternehmen wie dm-drogerie markt, Aral, Linda-Apotheken, real, WMF oder Apollo-Optik wurden unter anderem inzwischen Zalando, iTunes und Amazon in die Payback-App integriert.
Dominik Dommick, der Geschäftsführer Marketing und Digital, sagte gegenüber den GFM-Nachrichten: „Der mobile Kanal ist für erfolgreiches Multichannel-Marketing unverzichtbar: Konsumenten setzen immer stärker auf internetfähige Endgeräte, um ihre Kaufentscheidungen zu treffen.“ Außerdem meinte Dommick, mit dem Ausbau der mobilen Reichweite würde das Unternehmen einen weiteren Baustein für eine Kommunikation entlang der gesamten Customer-Journey bieten. In 2012 hat sich die Anzahl mobiler Coupons im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.

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Neue Google-Maps App fürs iPhone

Google und Apple haben ihr Verhältnis verbessert – und kooperieren wieder miteinander. Nach dem eigenen Karten-Desaster hat der Apple-Konzern jetzt eine neue Google-Maps-App im App-Store zugelassen.

Die neue App des Suchmaschinen-Riesen bietet seinen Nutzern einige neue Funktionen. So zum Beispiel eine Routenplanung und die Möglichkeit, auf Bewertungen für Restaurants und Cafés schnell zuzugreifen.

Im September 2012 hatte Apple einen eigenen Kartendienst gestartet und gleichzeitig die technisch veraltete Version der Google Maps beim System iOS 6 aus dem Programm genommen. Doch der geplante Karten-Erfolg wurde parallel zur Einführung des neuen iPhone 5 zum Karten-Desaster. Die Karten-App von Apple enthielt einige Fehler, die für viel Kritik sorgten.

Gegenüber der Hamburger Morgenpost sagte Daniel Graf, Leiter für mobile Anwendungen des Kartendienstes „Wir haben ganz von vorne angefangen“. Google bietet die neue Map-App im App-Store kostenlos an.



Fliegen mit WiFi: FCC ebnet den Weg für Surfen im Flugzeug

In Flugzeugen war es bis vor Kurzem Gang und Gebe, digitale Geräte abzuschalten und für mehrere Stunden nicht erreichbar zu sein. 2001 konnten Passagiere bei manchen (hauptsächlich amerikanischen) Fluglinien das Breitband-Internet erstmals, zunächst zu hohen Preisen, an Bord nutzen. Nach einem Report and Order vom 28.12.12 der amerikanischen Kommunikationsbehörde FCC soll diese bisherige Ausnahmeregelung in Zukunft standardisiert werden. Vor allem die Sicherheit vor Störungen, die ein WiFi-System bei der Bordelektronik auslösen könnte, ist von der neuen Regelung betroffen.

Der Datenfunk zur Internetverbindung wird über Earth Stations Aboard Aircraft (ESAA, Basisstationen mit Außenantenne) und geostationäre Inmarsat-Kommunikationssatelliten oder terrestrische Lösungen wie dem Funknetz des US-Anbieters Gogo hergestellt.

Vom generellen Funk-Verbot wurden bisher nur Ausnahmen erteilt. Eine Vereinfachung dieser Genehmigungen eines Bord-WiFi soll nun mit Hilfe des aufgestellten Grenzwerte-Rahmens erreicht werden. Das erhöht zwar nicht automatisch die Qualität der Internet-Verbindung, soll aber den Wettbewerb anregen und zu niedrigeren Preisen führen. Die Internetverbindung soll langfristig allerdings auch verbessert werden: Für 2015 ist nach Gogo ein schnelles System mit bis zu 12 MBit/s pro Passagier über ViaSat-Transponder im Ka-Band geplant.
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